Archiv für die Kategorie Notfall – Medikamente
Notfallmedikamente, heute: Anticholium
Veröffentlicht von Admin Rettd in Anticholium, Notfall - Medikamente am Juli 12, 2011
Anticholium
Zusammensetzung: 5 ml enthalten 2,0 mg Physostigminsalicylat.
Anwendungsgebiete: Als Antidot beziehungsweise Antagonist bei Vergiftungen oder Überdosierung von: Alkohol und Verwandte, Antihistaminika, Benzodiazepine, atropinhaltige Pflanzen, Psychopharmaka (Phenothiazine, trizyklische und tetrazyklische Antidepressiva, und andere), Psychokampfstoffe.
Gegenanzeigen:
- Asthma bronchiale
- Iritis
- Obstruktionsileus
- Stenosen oder Spasmen des Darmtraktes, der Gallen- oder Harnwege
- Geschlossene Schädel-Hirn-Traumen
Nebenwirkungen: Bei Patienten mit Überempfindlichkeitsreaktionen auf Sulfite kann es zu Brechreiz, Durchfall, Asthmaanfall, Bewusstseinsstörungen und Schock kommen.
Wenn Anticholium langsam intravenös injiziert wird (1 Ampulle in 2 Minuten per Injektion oder eine Ampulle in 50 ml physiologischer Kochsalzlösung über 10 Minuten per Infusion) treten Nebenwirkungen selten auf. Erbrechen, Übelkeit, vermehrter Speichelfluss, Harn-/Stuhlinkontinenz, tonisch-klonischer, generalisierter Krampfanfall und Bradykardie deuten auf eine zu schnelle Injektion oder Überdosierung hin.
Die Nebenwirkungen können mit 1 mg Atropin i.v. behoben werden.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Cholinesterasehemmern ist Vorsicht geboten, da eine Wirkungsverstärkung eintritt.
Warnhinweis: Bei Patienten mit Sulfitüberempfindlichkeit ist Vorsicht geboten.
Art der Anwendung: Intravenös, intramuskulär oder als Infusion in 50 ml physiologischer Kochsalzlösung.
Pharmakologisch-toxikologische Eigenschaften: Physostigmin verzögert als Azetylcholinesterasehemmer den Abbau des Azetylcholins und wirkt durch die Erhöhung der Azetylcholinkonzentration am Rezeptor indirekt parasympathomimetisch.
Notfallmedikamente, heute : Adrekar
Veröffentlicht von Admin Rettd in Adenosin, Adrekar, Notfall - Medikamente am Juni 19, 2011
Freiname: Adenosin (Antiarrhythmikum)
Eingetragener Name: Adrekar
Wirkstoff ist Adenosin
Indikation:
Paroxysmale Vorhoftachykardien, AV-Reentry-Tachykardien, AV-Knoten-Tachykardien
Wirkungsweise:
AV-Knoten blockierende Eigenschaft, beeinflusst die Reizleitungsgeschwindigkeit negativ, keine Wirkung auf die Ventrikel, Wirkeintritt nach 20 sek., Dauer 2-10 sek., HWZ <10 sek.
Nebenwirkungen:
Übelkeit, Asystolie, Bradykardie, Blutdruckabfall, Hautrötung, Hitzegefühl, Dyspnoe, Bronchospasmus, Schwindel, Benommenheit
Kontraindikationen:
AV – Block, Sick-Sinus-Syndrom, Vorhofflimmern, -flattern, Obstruktive Lungenerkrankungen, verlängerte QT Zeit
Applikation: i.v.
Bemerkungen:
Stets in Reanimationsbereitschaft bleiben, Bei Kindern liegen noch keine genügenden Ergebnisse vor. Am besten Gabe des Medikaments unter bestehender EKG-Überwachung
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Notfallmedikamente, heute : Anexate
Veröffentlicht von Admin Rettd in Notfall - Medikamente am Mai 30, 2011
Freiname: Flumazenil (Benzodiazepinderivat, Antidot)
Eingetragener Name: Anexate
Wirkstoff ist Flumazenil
Indikation:
Aufheben unerwünschter paradoxer Reaktionen auf Benzodiazepinen, Beenden einer Narkose mit Benzodiazepinen, Antidot gegen Benzodiazepine
Wirkungsweise:
Anexate verdrängt Benzodiazepine von ihren Rezeptoren
Nebenwirkungen:
Angst, Herzklopfen, Übelkeit, Erbrechen, RR -und Frequenzschwankungen
Kontraindikationen:
Epilepsie die mit Benzodiazepinen behandelt wird, Mischintox mittrizyklischen Antidepressiva, Schwangerschaft und Stillzeit
Applikation i.v.
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Notfallmedikamente , heute : Alupent
Veröffentlicht von Admin Rettd in Notfall - Medikamente am Mai 18, 2011

Freiname: Alupent (ß-Sympathomimetikum)
Wirkstoff ist Orciprenalin-Sulfat
Indikation:
Sinusbradykardie, absolute Bradyarrhythmie bei Vorhofflimmern, AV Blockade, Antidot bei Intox mit ß-Blockern
Wirkungsweise:
Broncospasmolyse durch Stimulation der Betarezeptoren. Alupent wirkt herzkraftsteigernd, herzfrequenzsteigernd, setzt die Reizschwelle herab, steigert das HZV. Bei einem Schrittmacherausfall wird die Reizbildung im HIS – Bündel angeregt.
Nebenwirkungen:
Tachykardie, VES, Kammerflimmern, Kopfschmerzen, Tremor, Übelkeit, allerg. Reaktionen, RR Abfall, Hypokaliämie.
Kontraindikationen:
Tachyarrhythmien, schwere Hyperthyreose, Frischer Myokardinfarkt
Applikation i.m. und langsam i.v.
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Notfall – Medikamente, heute : Actilyse (Thrombolytikum)
Veröffentlicht von Admin Rettd in Ich lerne, Notfall - Medikamente am Mai 1, 2011
Wirkstoff ist rtPA ( recombinat tissue plasminogen activator )
Indikation:
Lungenembolie, AMI (Akuter Myokard Infarkt)
Wirkungsweise:
Auflösung von Thromben durch Abbau von Fibringerinnseln und Umwandlung von an Fibrin gebundenes Plasminogen zu Plasmin
Nebenwirkungen:
Gerinnungsstörungen, gastrointestinale Blutungen, Zahnfleisch-und Nasenbluten, Reperfusionsarrythmien, Embolie durch den gelösten Thrombus, allergische Reaktionen
Kontraindikationen:
Schwere Blutungen nach Verletzungen oder Operationen die kurz zurückliegen, bekanntet zerebrale Blutungen, Ulcus ventrikuli oder duodeni während der letzten 3 Monate. Apoplex während der letzten 6 Monate!
Applikation i.v. und es erfolgt gleichzeitig auch eine Heparin (Liquemin) Therapie. Eine Lysetherapie sollte immer auch unter 12 Kanal EKG erfolgen.
Notfall – Medikamente, heute : 4 DMAP
Veröffentlicht von Admin Rettd in Notfall - Medikamente am März 17, 2011
4 – Dimethyl – p – aminophenol ist ein Antidot was bei Zyanid-, Blausäure-, Schwefelwasserstoffintoxikationen angewendet wird. In der Rubrik Notfall – Medikamente stelle ich es euch heute einmal vor.
Handelsform:
- 1 Ampulle = 5 ml = 250 mg 4-Dimethylaminophenol
Indikation:
- Zyanid-, Blausäure-, Schwefelwasserstoffintoxikationen
Wirkungsweise:
- 4 – DMAP entkoppelt die Zyanide vom Eisen am Hämoglobin, in dem es Hämoglobin [ II wertiges Eisen] in Methämoglobin [ III - wertiges Eisen] umwandelt. Die Verbindung von Methämoglobin und Zyanid ist reversibel. Zwischen den Bestandteilen (Hb, MetHb und Zyanid) besteht ein Gleichgewichtsbestreben. Das Zyanifd bindet sich jetzt an das Methämoglobin, das in 30 % iger Konzentration vorhanden ist. Durch das Zuführen von Schwefel kann der körpereigene Entgiftungsmechanismus gesteigert werden. Dies geschieht unmittelbar nach der Gabe von 4-DMAP mit Natriumthiosulfat.
Dosierung:
- 3 -4 mg / kgKG streng i.v. vorher muss Blut aspiriert werden.
- Im Anschluss 6-10 Ampullen Natriumthiosulfat
Nebenwirkungen:
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Blutdruckabfall bei zu schneller Injektion
- Zyanose
Kontraindikation:
- Im Notfall keine
Bemerkungen:
- Patient ausserhalb der Gefahrenzone bringen, dabei aber den Eigenschutz beachten. Keine Mund zu Mund Beatmung
- Als Antidot bei Überdosierung 2-4 mg / kgKG i.v.
Neue kleine Rubrik und das wöchentlich
Veröffentlicht von Admin Rettd in Ich lerne, Notfall - Medikamente, Rettungsassistent am März 10, 2011
So, da es nun so ein bissel ans eingemachte geht werde ich mich einem Thema widmen das in der Notfallmedizin einiges abdeckt, die Notfallmedikamente. Jede Woche werde ich hier eines “vorstellen” um es mir auch etwas leichter zu machen das ganze erlernte mal zu schreiben.
Medikament Nr.1
Handelsname: Adalat
Wirkstoff: Nifedipin, 10 mg pro Kapsel
Indikationen: hypertone Krise, Angina pectoris
Wirkung: Calciumrezeptor-Antagonist mit geringer Wirkung auf das Reizleitungssystem des Herzens
Dosis: Kapsel zerbeißen oder einstechen und sublingual ausdrücken; als Depotgabe eine Kapsel komplett schlucken
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Flush, RR-Abfall, selten Stenokardien
Kontraindikationen: Hypotonie, Schock, Gravidität, Eklampsie




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